[diary] Entscheidungen und Wege

10 comments
Entscheidungen verändern euer Leben. Wenn ihr erst einkaufen geht und danach erst zur Bank, dann laufen euch andere Menschen entgegen. Es fahren andere Autos an euch vorbei und ihr seit zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort, als wenn ihr euch erst für die Bank und dann für das Einkaufen entschieden hättet.
Diese Variable bricht mir zur Zeit ein wenig das Genick, so fühlt es sich für mich jedenfalls an. Irgendwann muss du entscheiden, welche Aufträge du annimmst, welche Shootings du machst, welche Chancen du nutzt und welche eben nicht. Klar kann man bei vielen Dingen vorhersehen, welchen Nutzen oder Auswirkung sie haben werden, aber bei vielen Dingen tappt man auch einfach im Dunkeln.

Nehme ich also das Shooting mit dem namenhaften Fotografen an, auch wenn ich mich in seinen Bildern nicht wiedererkenne und das nicht meinem vorrangiger Bildstil entspricht?

Drehe ich Videos in denen ich Sachen erzähle die ich total überflüssig und gestelzt finde, auch wenn ich weiß, dass dahinter eine riesige und gute Agentur steht, die dafür sorgen würde, dass diese Sendungen hohe Zuschauerzahlen hätte?

Lasse ich mich auf das Facebook Angebot ein, obwohl ich denke, dass es unprofessionell ist einen Aufruf für ein Casting/einen Job oder was auch immer über Facebook zu regeln?

Soll ich Werbung schalten für ein Produkt von dem ich nicht 100prozentig überzeugt bin, auch wenn es bedeutet, dass ich in Zukunft meine Miete leichter bezahlen kann und mit weniger Bauchschmerzen ins Bett gehe?

Wo setzt man da seine Prioritäten und wonach entscheidet man über seinen weiteren Werdegang? Hinter so vielen Dingen die man nicht vermutet hätte, liegen offene Türen und mögliche Chancen, man trifft auf der anderen Seite so viele Fehlentscheidungen zu Dingen die einem vielleicht schaden könnten. Es ist wie ein Dschungel, in dem man sich täglich zwischen links und rechts entscheiden muss. Manche Wege führen dich ins Aus, manche weiter vom Ziel weg und manche näher hin. Manche kürzen deinen Weg zum Ziel radikal ab. Es ist ein Akt aus Gespür, sich treu zu bleiben & Kompromisse einzugehen, diese Wege zu erkennen und sie zu gehen.

 [photo: Lina Alice]

Love, Frankie
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Kommentare:

  1. sehr schöner text und so viel wahrheit darin!! und traumhaft schönes bild. <3
    liebe grüße. Monika

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    1. Danke dir, freut mich immer, wenn Texte ebenfalls gut ankommen. Man schreibt ja schon so ein wenig sein Herz auf. :) LG

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  2. Das Bild ist ja schon mal wunderschön - auch wenn du total anders aussiehst als auf vielen anderen. Ich denke, du wirst deinen Weg schon machen. Solche Zeiten, also Zeiten voller Entscheidungen, in denen man aufsteht und weiß, dass man sich mal wieder entscheiden muss, sind schwierig. Aber ich bin mir sicher, du wirst deinen Weg finden.

    Schönes Restwochenende,
    Casey

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    1. Danke dir, für deine netten Worte! :)
      LG

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  3. Hi Frankie.
    Danke für den tollen Beitrag.
    Mir geht es leider oft genauso wie dir gerade.
    Ich bin eingentlich ímmer der Meinung gewesen nur Dinge in meinem Leben zu machen und zu lassen hinter den ich nicht stehen kann. Ich bin ein extremer Mensch in Sachen "Meinung vertreten"!!!!
    Aber wenn man vorwärts kommen möchte, muss man echt abwägen, inwieweit man damit leben kann. Da wäre es mir dann vielleicht egal,ob das Produkt oder die Art der Fotos mir nicht gefallen. Solange man sich nicht bloßstellt.
    Sorry, dass ich dich hier zu texte. Ich lasse nur gerade alles raus, auch mir zu liebe:-)
    Irgendwann hast du den Top Fotografen für deine Lieblingsfotos, das Produkt, welches du schon immer selbst benutzt und die Kampangen die du gerne vertritts!
    Mach weiter so!
    Love, Miriam

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    1. Ja, das ist echt schwer abzuwägen.. generell will ich mir treu bleiben und kann mir nicht vorstellen, irgendwas zu machen, wo ich so garnicht hinterstehe. Hab ich halt auch echt noch nie glaube ich. Aber es gibt schon Sachen, die einen einfach sehr weiter bringen dahingehend, das zu tun, was man dann irgendwann tun will. Es kam auch schon vor, dass ich etwas gemacht habe und vorher so halbherzig überzeugt war, dann aber gemerkt habe, wie toll es war das anzunehmen, weil ich mich dann super identifizieren konnte.
      Das fängt schon bei einfache Shootings an, wo ich mir unsicher bin, ob mir der Stil des Fotografen zusagt und am Ende bin ich Feuer und Flamme.
      Daher.. ich höre eigentlich schon immer sehr auf mein Bauchgefühl, aber man muss trotzdem abwägen. Garnicht so einfach. :)
      LG

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  4. Schöne (wahre!) Worte, schönes Bild, schönes Mädchen.
    (:

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  5. Was ein wunderschöner Beitrag - da möchte man dich doch wirklich einmal in den Arm nehmen :)
    Sehr emotionaler Post!

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  6. hab dich getaggt http://fearless-art.blogspot.de/2014/08/10-fragen-10-antworten-10-blogger.html

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  7. Ich kann mich nur anschließen, der Text ist echt gelungen und ich stimme dir komplett zu, aber gerade diese Ungewissheit und dass man manchmal im Dunkeln tappt, ist doch das was Entscheidungen etc. so spannend und aufregend macht, wäre alles klar und durchschaubar wäre es doch auch langweilig, oder?
    Achja und das Bild ist traumhaft, sehr schöner Blog!
    Liebe Grüße,
    alexandra-nld.blogspot.de

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